Die Augsburgische Konfession

Allgemeine Information

Die Augsburgische Konfession ist ein lutherisches Bekenntnis des Glaubens, welches 1530 während der Reformation dem Diät zu Augsburg vorgelegt wurde. 1530 rief Kaiser Karl V. den Diät zusammen als Anteil seines Bestrebens religiösen Frieden in Europa zu schaffen. Seine Bestrebungen misslungen jedoch weil er den Eifer unterschätzte mit welchem die Anhänger Martin Luthers schon eine unterscheidende Position formuliert hatten. Philipp Melanchthon, einer der Verfasser der Konfession, entwurf sie um verhältnismäßig offen zu sein gegenüber der römisch-katholischen Kirche an der rechten Seite und gegenüber den anderen reformierten aber nicht-lutherischen Parteien an der linken Seite. Die Konfession bestätigte die ererbten klassich christliche Glaubenslehren. Ihre besondere Betonung der Gnade, wie Luther sie erklärt hatte aus den Schriften St. Pauli, und sein Ablehnen irgendeiner Rechtschaffenheit gegründed auf menschliche Werke and Verdienst machte sie unannehmbar für viele andere westliche Christen. Die Konfession bleibt das hauptsächliche Bekenntnis des Glaubens der Lutheraner, die bis auf den heutigen Tag von ihren Seelsorgern erwarten, dass sie bei der Ordination ihre Treue erklären zu der Auslegungsweise der biblischen Lehre der Konfession.

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Martin E. Marty

Bibliografie
Grane, Leif, ED, Die Augsburgische Konfession: Ein Kommentar, übersetzt von John H. Rasmussen (1987).


Die Augsburgische Konfession

Allgemeine Information

Die Augsburgische Konfession (1530) ist die  weitgehendest anerkannte speziell lutherische Konfession oder Bekenntnis des Glaubens. Sie wurde ausgearbeitet von dem Kirchenreformator Melanchthon, mit Martin Luthers Zustimmung, als zusammenfassendes Dokument für den deutschen Adel, der zu dem Diät in Augsburg am 25. Juni 1530 vom römschen Kaiser deutscher Nation, Karl V., einberufen wurde um seinen "lutherischen" Standpunkt darzulegen.

Dort abgelehnt und später geändert, die Konfession -- zusammen mit den Nizäischen, Apostolischen, und Athanasianischen Glaubensbekenntnisen, und Luthers Kleinem Katechismus und Grossem Katechismus -- ist die Grundlage für fast 80 Millionen lutherischer Christen. Die Augsburgische Konfession ist in die meisten Hauptsprachen und viele Dialekte übersetzt worden und ist in ihrer originalen Form ein Teil der Verfassung der meisten lutherischen Kirchen. Die lutherische Geistlichen werden öfters angefordert sie vor ihrer Ordination zu unterzeichnen.

In ihrer modernen Form besteht die Augsburgische Konfession aus 28 Artikeln. Die ersten 21 fassen die lutherische Lehre zusammen mit besonderem Nachdruck auf die Rechtfertigung. Der zweite Teil der Augsburgischen Konfession überblickt die "Missbräuche" für welche Abhilfe erfordert war, wie z.B. das Vorbehalten des Abendmahlskelchs von den Laien und das Verbot der Priester zu heiraten.

Wegen ihrem versöhnlichem Ton und Kürze hat die Augsburgische Konfession die ganze reformatorische Bewegung beeinflußt, besonders in solchen Erscheinungsformen wie die anglikanischen Dreiundneunzig Artikel und die Theologie des französischen Reformators Johann Calvin, der eine spätere Fassung unterzeichnete in 1540. In der neuesten Zeit is sie die Basis für fruchtbaren ökumenischen Dialog zwischen Katholiken und Lutheranern.

George Wolfgang Forell


Augsburgische Konfession

Erweiterte Information

Die Augsburgische Konfession ist die Basis des lutherischen Bekenntnises des Glaubens oder Erklärung über was geglaubt wird in Ergebenheit zu Christus und Sein Wort. Sie wurde 1530 überreicht im Diät zu Augsburg. Philip Melanchthon war der Verfasser von ihr, aber ihre Lehre ist deutlich Martin Luthers.

Karl V. rief einen Diät oder Tagung der Fürsten des Heiligen Römischen Reichs zusammen für ein treffen in Augsburg in 1530. Der Kaiser war ein standhafter Katholik and wollte daß das ganze Reich Rom treu bleibe. Er wies die Herrscher die verschiedene Lehren unterstützten an, Begründungen über was sie glaubten vorzulegen. Karl wollte religiöse Eintracht, so daß das Reich eine vereinte Front gegen fremde Feinde aufweisen konnte, besonders gegen die Türken.

Die lutherische Theologen entwurfen verschiedene vorläufige Dokumente, einschließend die Marburger, Schwabacher und Torgauer Artikeln. Luther hatte eine Hand in ihrer Verfertigung, aber er konnte dem Diät nicht beiwohnen. Er war geächted gewesen durch den Edikt von Worms (1521), und der Kurfürst von Sachsen hätte ihn nicht beschützen können in Augsburg. Da er als Ketzer erklärt worden war, würde seine Gegenwart den Mittelpunkt abwenden von den Glaubensfragen. Sein Martyrertod hätte keinen Zweck gehabt. Luther blieb auf der Coburg war aber in ständigem Briefwechsel mit denjenigenen in Augsburg.

Luthers Mitarbeiter, Philip Melanchthon, entwickelte den endgültigen Entwurf der Augsburgischen Konfession. Zu der Zeit war er in Übereinstimmung mit der Lehre Luthers, der diese Konfession ganz gut hieß. Luther bemerkrte, daß er noch mehr Ürrtümmer und Mißbräuche behandeln hätte können, und dass er solchen milden Ton nicht gebraucht hätte. Die Lehre der Konfession ist die des Reformators.

Die Augsburgische Konfession wurde im Diät öffentlich verlesen auf Deutsch am Nachmittag des 25. Juni 1530, vom Kanzler Christian Beyer von Kursachsen. Ein deutsches und ein lateinisches Exemplar wurde offiziell eingereicht. Melanchthon änderte spätere Ausgaben, teils um sie unklar zu machen in Punkten wie die eigentliche Gegenwart Christi Leib und Blut im Abendmahl. Er war geneigt Kompromisse zu schließen betreffs Streitpunkte der Lehren. Darum haben sich Gnesio-Lutheraner (echt Lutheraner) oft auf die ungeänderte Augsburgische Konfession berufen. Die Augsburgische Konfession ist in das Konkordienbuch (1580) aufgenommen worden als Basis der lutherischen Lehre.

Die Augsburger Konfession wurde unterzeichnet von sieben Prinzen und Repräsentanten zweier unabhängigen Städte. Sie glaubten, daß die Glaubenslehre welche sie lehrte biblisch und wahr sei. Sie waren diejenigen die sie unterschrieben, weil der Diät genau eine Versammlung war der Fürsten des Reichs. Aber die Konfession war nicht beabsichtigt die Lehren irgendeiner Staats Autorität darzulegen. Sie legte dar was gelehrt wurde in den Kirchen in diesen Gegenden Deutschlands. Der erste Artikel beginnt: "Die Kirchen unter uns lehren mit großer Übereinstimmung . . ." (Lateinischer Text).

Außer einer Einleitung und einen kurzem Abschluss hat die Augsburgische Konfession achtundzwanzig Artikel. Die ersten einundzwanzig legen die lutherische Lehre dar und verwerfen gegenteilige Lehren. Die letzen sieben verwerfen Missbräuche im christlichen Leben. Die Konfession is zu kurz um völlig biblischen Beweis oder das Zeugnis vorhergehender Theologen zu präsentieren. In Erwiderung zu einer römisch-katholischen Antwort, die Konfutation, veröffentlichte Melanchthon in 1531 die Apologie der Augburgischen Konfession, welche die bestrittenen Sachverhalte in gröserer Länge behandelte.

Die Lehren der Augsburgischen Konfession ausführlich zu behandeln würde ein ganzes theologisches Lehrbuch ausmachen. Bestenfalls können uns nur ein Bild machen über was sie sagt. Sie lehrt die Dreieingkeit; Erbsünde als wahrhaftige Sünde die verurteilen würde wenn sie nicht vergeben wird; die Gottheit und Menschlichkeit Jesu; sein Opfer für alle menschliche Sünde; Rechtfertigung durch Gnade durch den Glauben ohne unsere Werke; das Evangelium, die Taufe, und das heilige Abendmahl als wirkliche Hilfsmittel des Heiligen Geistes Glauben zu wirken und zu erhalten; gute Werke als Resultat, nicht als Ursache, der Erlösung, angeregt durch die gute Botschaft, daß Christus die Erlösung für uns erworben hat. Viel mehr könnte noch gesagt werden, aber das Vorhergehende deutet an, daß die Augsburgische Konfession den Standpunkt lehrt welchen die Lutheraner als biblisch erwägen.

Die Missbräuche die berichtigt wurden schließen verschieden falsche Ideen and Gebräuche ein im Abendmahl, geistlicher Ehelosigkeit, den Missbrauch der Beichte und Sündenerlass, die Diätvorschrift des mittelalterlichen Römertums, und die Idee einer Hierarchie im sichtbaren Christentum die eine göttliche Machtbefugnis hat über Gewissenssachen.

J M Drickamer
(Elwell Evangelical Dictionary)

Bibligrafie
F. Bente, Historical Introduction to the Symbolic Books of the Evangelical Lutheran Church; H.Fagerberg, A New Look at the Lutheran Confessions 1529-1537; c. P. Krauth, The Conservative Reformation and Its Theology; J. M. Reu, The Augsburg Confession. Der deutsche Text (der Augsburgischen Konfession) ist vorhanden in der Concordia Triglotta, herausgegeben von F. Bente und W. H. T. Dau, St. Louis: Concordia Publishing House, 1921, Seiten 37-95


Augsburgische Konfession

Ueberblick

Die Glaubenskonfession: Welche Seiner Kaiserliche Majestät Karl V. überreicht wurde auf dem Diät zu Augsburg im Jahre 1530 von Philip Melanchthon.

1. Teil: Artikel des Glaubens und der Lehre

Artikel 1 - Von Gott
Artikel 2 - Von der Erbsünde
Artikel 3 - Vom Sohn Gottes
Artikel 4 - Von der Rechtfertigung
Artikel 5 - Vom Predigtamt
Artikel 6 - Von neuem Gehorsam
Artikel 7 - Von der Kirche
Artikel 8 - Was die Kirche sei
Artikel 9 - Von der Taufe
Artikel 10 - Vom heiligen Abendmahl
Artikel 11 - Von der Beichte
Artikel 12 - Von der Busse
Artikel 13 - Vom Gebrauch der Sakramente
Artikel 14 - Vom Kirchenregiment
Artikel 15 - Von Kirchenordnung
Artikel 16 - Von der Polizei und weltlichem Regiment
Artikel 17 - Von der Wiederkunft Christi zum Gericht
Artikel 18 - Vom freien willen
Artikel 19 - Von der Ursache der Sünde
Artikel 20 - Vom Glauben und guten Werken
Artikel 21 - Vom Dienst der Heiligen
Schluß des 1. Teils

2. Teil: Artikel, von welchen Zwiespalt ist, da erzählt werden die Missbräuche, geändert worden sind

Artikel 22 - Von beider Gestalt der Sakramente
Artikel 23 - Vom Ehestand der Priester
Artikel 24 - Von der Messe
Artikel 25 - Von der Beichte
Artikel 26 - Vom Unterschied der Speise
Artikel 27 - Von Klostergelübden
Artikel 28 - Von der Bischöfe Gewalt
Artikel 29 - Schluß

Der Text der Augsburgischen Konfession ist ziemlich lang und wir haben ihn noch nicht  in GLAUBEN SIE. Das Folgende ist der Text des 1. Artikels.


Die Augsburgische Konfession

Artikel 1 - Von Gott

Unsere Kirchen lehren und halten einträchtiglich laut des Beschluss des Konzils von Nizäa, dass ein einziges göttliches Wesen sei, das Gott genannt und wahrhaftig Gott ist, und dass doch drei Personen in diesem göttlichen Wesen sind, alle drei gleich mächtig, gleich ewig: Gott Vater, Gott Sohn, Gott der Heilige Geist. Alle drei sind ein göttlich Wesen, ewig unteilbar, unendlich, von unermesslicher Macht, Weisheit und Güte, ein Schöpfer und Erhalter aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge. Unter dem Wort "Person" wird nicht ein Teil, nicht eine Eigenschaft an einem anderen Sein verstanden, sondern etwas, was in sich selbst besteht (selbständig ist), so wie die Kirchenväter in dieser Sache dieses Wort gebraucht haben.

Deshalb werden alle Ketzereien (Irrlehren) verworfen, die diesem Artikel widersprechen, als Manichäi, die zwei Götter gesetzt haben, einen bösen und einen gute; item Valentiniani, Ariani, Eunomiani, Mhahoetisten und alle dergleichen, auch Samosateni, alte und neue, so nur eine Person setzen und von diesen zweien, Wort und Heiligen Geist, Sophisterei machen und sagen, dass es nicht müssen unterschiedene Personen Personen sein, sondern Wort bedeute leiblich Wort oder Stimme, und der Heilige Geist sei erschaffene Regung in Kreaturen.


Auch sehen Sie:
Kredo Nicene
Kredo Apostles'
Kredo Athanasian
Luthers Kleines Catechism
Lutheranism

This German translation generously provided by Sieghart Rein.


This presentation in the original English language


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